• Die Gebühren für die GVL betragen grundsätzlich 20 Prozent der jeweiligen GEMA-Wiedergabetarife. Für die Tarife von Hörfunk, Fernsehen und Groß-
    bildschirmen sowie für den Discothekentarif beträgt der GVL-Aufschlag 26 Prozent. Leider will sich die GVL an diesen marktüblichen Tarifen nicht mehr festhalten lassen und fordert eine Erhöhung auf 100 Prozent. Aus diesem Grund hat sie die Bundesvereinigung der Musikveranstalter zunächst vor der urheberrechtlichen Schiedsstelle und dann vor dem OLG München verklagt. Beide Instanzen haben der GVL nur eine Erhöhungen von 20 Prozent auf 30 Prozent zugesprochen. Nach einer eingelegten Revision zum Bundesgerichtshof wurde das Verfahren zur weiteren Sachverhaltsaufklärung wieder zum OLG München zurückverwiesen. Mit Urteil aus Oktober 2015 hat das OLG München die GVL-Klage rechtskräftig zurückgewiesen und die beabsichtigte Gebührenerhöhung von fast 150 Millionen pro Jahr für unzulässig erklärt.

    Nachfolgend ein Auszug aus der Pressemitteilung der BVMV vom 30.10.2015:

    Das ist ein großer Erfolg für alle Musikveranstalter und Musiknutzer in Deutschland. Nach einem Instanzenmarathon hat das OLG München mit gestrigem Urteil den utopischen Forderungen der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) eine klare Absage erteilt und die bisherigen Gebühren als angemessen bestätigt. „Das ist ein klares Signal gegen die ausufernde Gebührenpolitik der urheberrechtlichen Verwertungs-gesellschaften“, freut sich Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes und Vorsitzender der Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV), die das Verfahren geführt hatte. „Hätte sich die GVL vollumfänglich durchgesetzt, wäre in den nächsten Jahren eine Mehrbelastung von fast 150 Millionen Euro pro Jahr auf alle Musiknutzer zugekommen!“

  • Aufgrund eines Urteils des OLG München kann die GVL seit einigen Jahren zusätzlich Vergütungssätze für Vervielfältigungen von Hörfunksendungen in Höhe von 13 Prozent sowie für Vervielfältigungen von Tonträgern in Höhe 10 Prozent des GEMA-Wiedergabetarifes verlangen. Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter versucht mit der GVL - wie auch bereits mit der GEMA - einen neuen Tarif/neues Abrechnungsmodell zu vereinbaren, da nach unserer Auffassung die Zuschlagstarife unangemessen sind.

  • Verbandsmitglieder erhalten auf alle an die GVL zu zahlenden Gebühren einen Nachlass in Höhe von 20 Prozent. Die GVL hat das Gebühren-Inkasso auf die GEMA übertragen.